Kurkuma – Gelbwurz

Kurkuma
Auch Kurkuma, das ebenfalls unter dem Namen Gelbwurz bekannt ist, hält nur langsam Einzug in deutsche Küchen. Meist als Bestandteil von Currypulver, dem es die markante gelbe Farbe verleiht.

Kurkuma wird vor allem in der asiatischen Küche eingesetzt. Sein herb-harzige Aroma sorgt dabei für eine exotische Note. Man sollte es dabei allerdings nicht zu hoch dosieren. Und es wird oftmals als preisgünstiger Safran-Ersatz genutzt, um Speisen wie Nudeln, Reis oder auch Kuchenteig kräftig gelb einzufärben.

Beheimatet ist das Ingwergewächs in Ostindien, Sri Lanka und anderen tropischen Ländern. Seine Wurzelstöcke werden abgekocht und danach über mehrere Wochen in der Sonne getrocknet. Für das bei uns erhältliche Pulver wird der Wurzelstock dann noch zerreiben, wohingegen im Orien Kurkuma meist ganz verkauft wird. Auf diese Weise bleibt das Aroma länger erhalten.

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Kreuzkümmel

Kreuzkümmel
Der Kreuzkümmel, auch unter dem Namen Cumin bekannt, ist hierzulande eher noch unbekannt. In weiten Teilen der Welt ist er jedoch ein sehr beliebtes Gewürz und viel genutzt. Bereits in altägyptischen Gräbern wurde Kreuzkümmel entdeckt.

Die Urform des in unseren Breiten eher genutzten Kümmels wird vor allem im Mittelmeerraum, in Vorderasien und Indien angebaut. Die bis zu 30 cm hohe Pflanze hat dabei kleine weiße bis rötliche Blüten. Blühen diese ab entstehen die als Kreuzkümmel bekannten frisch – scharf – herb schmeckenden Samen, die reich an ätherischen Ölen sind.

Womit wir auch gleich in der Küche sind: Für ein besonders volles Aroma sollten die Cumin-Samen am besten in einer Pfanne ohne Fett leicht angeröstet werden. Danach die Samen in einem Mörser zerstoßen

Der uns bekannte Kümmel und Kreuzkümmel sind übrigens zwar botanisch miteinander verwandt und ähneln sich auch in Aussehen und Namen, geschmacklich haben sie allerdings keinerlei Gemeinsamkeiten.

Kreuzkümmel verfeinert nicht nur Gerichte mit Hülsenfrüchten und Kartoffeln sondern auch Geflügel und Lamm. Er schmeckt außerdem sehr gut in Dips und Marinaden. Und er gehört unbedingt in ein Chili Con Carne sowie in Falafel. Auch in Curry-Mischungen ist meist Kreuzkümmel enthalten.

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Paradieskörner

Paradieskörner
Die Paradieskörner haben ihren Ursprung in der afrikanische Küche. Benannt wurden sie angeblich nach den Düften des Paradieses. Bekannt sind sie auch als Meleguetta-, Aschanti-, Malagetta- oder Guineapfeffer. Die Aframomum melegueta Pflanze, aus der die Paradieskörner gewonnen werden, gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist in Westafrika  (daher der Name „Pfefferküste“) beheimatet. Inzwischen sind sie aber auch in vielen anderen Teilen Afrikas zu finden.

Im Geschmack sind Paradies-Körner leicht scharf und warm mit fruchtig-herben Nachgeschmack. Sie schmecken sowohl nach Pfeffer, als auch nach Kardamom mit einem Hauch von Ingwer und Zimt.  Guineapfeffer ähnelt zwar dem schwarzen Pfeffer, hat aber nicht die intensive Schärfe. Dies macht ihn zu einem leichten aber feinen Würzmittel.

Paradieskörner passen gut zu Fleisch (besonders Lamm), Fisch, Kürbis, Kartoffeln und Gemüsesorten wie Auberginen. Auch Wurzelgemüse wie Maniok und Yams lassen sich gut damit würzen. In der nordafrikanischen Küche werden die Körner gerne zum Würzen von Schmor-Gerichten und Eintöpfen verwendet.

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Fenchel und Fenchelsamen

Fenchelknolle
Wer kennt Ihn nicht von Kindesbeinen an – den Fencheltee. Ich glaube jeder von uns hat ihn als Baby und Kleinkind bekommen und die meistens gehen ihn auch an ihre Kinder weiter, wenn der Bauch nicht so tut wie er soll. Denn der kleine grüne Samen ist das beste Naturmittel bei Blähungen. Und das nicht nur für Kinder, auch uns Erwachsenen tut ein Fencheltee gut, wenn der Bauch rebelliert.

Darüber hinaus hat auch die Fenchelknolle in den letzten Jahren wieder vermehrt Einzug in deutsche Küchen gehalten und es gibt inzwischen jede Menge leckere Rezepte. Einige davon könnt Ihr auch hier auf dem Blog finden. Vor allem in der italienischen Küche ist der die Fenchelknolle und auch der Fenchelsamen eine sehr beliebte Zutat – egal ob roh, gekocht oder gebraten. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielseitig.

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Piment – Nelkenpfeffer

Piment

Piment ist in Europa vor allem in der winterlichen oder weihnachtlichen Küche bekannt. Ein Lebkuchen ohne Piment ist fast undenkbar. Mit seiner leicht pfeffrigen Note verfeinert er außerdem auch viele andere Gebäckarten. Doch Vorsicht bei der Dosierung. Er enthält nämlich jede Menge Eugenol,  ein ätherisches Öl, das die braunen Körnchen so köstlich macht und ihnen das intensive Aroma gibt. Der Piment schmeckt dabei deutlich nach Nelken, weshalb er auch unter dem Namen „Nelkenpfeffer“ bekannt ist.

Der Ursprung von Piment liegt in Südamerika. Es sind die Beeren der immergrünen Pfeffermyrthe, die auf den Antillen heimisch ist. Seine Entdeckung geht auf Christopher Kolumbus und seine Mannschaft zurück. Allerdings verwechselten diese Piment zuerst mit Pfeffer, der damals so wertvoll war wie Gold. Nachdem der Irrtum allerdings aufgeklärt war, dauerte es weitere 200 Jahre, bis das Gewürz nach Europa kam. Jamaika ist auch heute noch das Hauptanbaugebiet des Gewürzes.

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Ingwer – Gesundheitsmittel und Gewürz Asiens

Frischer-Ingwer

In den letzten Jahren hat auch der Ingwer immer mehr Einzug in deutsche Küchen gehalten. Der Wurzelstock der Ingwerpflanze kann sowohl frisch als auch getrocknet genutzt werden. Gerne wird er auch in Sirup eingelegt oder süß-sauer haltbar gemacht.

Ingwer ist eines der ältesten Gewürze der Welt. Seine ca 750 Wirkstoffe werden seit Jahrtausenden gesundheitsfördernd sowie heilend genutzt. Auch aus der asiatischen und indischen Küche ist er nicht mehr weg zu denken. Er ist scharf und süß zugleich, und verleiht so Suppen, Salaten, Fleisch und Fisch eine angenehme Würze. Zudem neutralisiert er Knoblauch-Geruch – zumindest ein wenig.

Der Ingwer stammt ursprünglich aus Südostasien, inzwischen wird er allerdings überall in den Tropen angebaut.  So liegt zum Beispiel das größte Anbaugebiet inzwischen in Nigeria. Auch in Australien und Südamerika wird der Ingwer inzwischen angebaut.

Einen guten Ingwer erkennt Ihr vor allem an der hellgelben Farbe im Inneren des Wurzelstocks. Er sollte nicht zu grau sein und auch nicht allzu faserig. Bereits gemahlenes Ingwer-Pulver ist eher weniger aromatisch und daher nicht zu empfehlen.

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Zwiebel, Schalotten und Co.

Zwiebel

Okay, ob man die Zwiebel als Gewürz bezeichnen kann ist vielleicht ein kleines Streitthema. Ja, es ist auch ein Gemüse, aber meist kommt es doch zum Einsatz um ein Rezept zu würzen und zu verfeinern. Und genau deshalb finde ich, ist die Zwiebel auch ein Gewürz. Gleichzeitig schlägt es auch die Brücke zu einem neuen von mir geplanten Themenbereich –  dem regionalen Superfood. Denn während alle bei Superfood an außergewöhnliche Zutaten denken, möchte ich zeigen, dass es vor der Haustür genau so gutes und vielleicht noch etwas gesünderes und auf jeden Fall umweltverträglicheres „Superfood“ gibt.

Den Anfang macht, wie schon geschrieben, die Zwiebel. Diese hat nicht nur eine besondere Würze, sondern ist auch noch sehr gesund. Wer kennt nicht Oma’s Hausrezept von Zwiebel-Honig bei Husten? Und bereits im 16. Jahrhundert stellte der berühmte Arzt Paracelsus fest, dass eine Zwiebel so viel wert ist wie eine ganze Apotheke.

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Afrikanisches Perlensalz

Afrikanisches Perlensalz

Salz ist gleich Salz – oder doch nicht? Die Antwort auf diese Frage variiert, ja nachdem wen man fragt. Den Natriumchlorid ist und bleibt Natriumchlorid – das ist ein Fakt. Und trotzdem gibt es immer wieder Empfehlungen, welches Salz man verwenden soll und welches besser nicht, sei es aus geschmacklichen oder gesundheitlichen Gründen. Und deshalb möchte auch ich Euch unter den Gewürzen ein paar Salz-Sorten vorstellen. Den Anfang macht Afrikanisches Perlensalz.

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Gewürznelke

Gewuerznelke

Kaum ein Gewürz verbindet man so sehr mit Weihnachten als die Gewürznelke. Dieses finde sich typischerweise in Lebkuchen, Spekulatius und anderem weihnachtlichen Gebäck. Es passt aber auch lecker zu Schweinebraten, Wild und Suppen.  Auch Gemüse-Rezepte verfeinert sie immer wieder gern – in Rotkraut sind sie unverzichtbar. Und auch in Glühwein, Punsch und Feuerzangenbowle sind Gewürznelken eine beliebte Zutat. Allerdings sollte man das Gewürz immer sehr dezent einsetzen. Denn Nelke erinnert viele an den Besuch beim Zahnarzt. Denn das aus den Gewürznelken hergestellte Nelkenöl wirkt sehr gut gegen Zahnschmerzen.

Dezent eingesetzt hat das Gewürz jedoch trotz der Assoziation nichts an seinem Charme verloren und kommt immer wieder gern zum Einsatz. Wie schon geschrieben – besonders in der Weihnachtszeit. Doch die Gewürznelke kann noch mehr. Denn sie gehört zu den besten natürlichen Antioxidantien und wirkt gegen freie Radikale. Außerdem kommt sie zum Einsatz bei Eisenüberschuss, Pilzinfektionen, Herpes, Diabetes und nicht zuletzt als Schmerzmittel.

In der Ayurveda-Küche werden Gewürznelken zur Reduzierung von Vata- und Kapha verwendet. Im Gegenzug regen  sie vor allem Pitta stark an. Auch im Curry-Pulver stecken Nelken.

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Roter Kampot Pfeffer

Kampot Pfeffer

Kampot-Pfeffer wird nicht umsonst „Das Gold Kambodschas“ genannt. Der Rote Pfeffer ist ein außergewöhnliches Gewürz, das eine äußerst sorgfältige und mühevolle Auslese während der Ernte erfordert. Er wird erst geerntet, wenn die Körner reif sind und sich rot färben. Vor dem Trocknen muss jede einzelne Beere dann noch in Handarbeit von der Blüte getrennt werden.  Das macht den originalen, vollreifen rote Pfeffer aus der Region Kampot zu einer seltenen Rarität. Und so ist er nicht nur unter Köchen und Pfeffer-Liebhabern „ein echter Begriff. “

Der Kampot-Pfeffer schmeckt fruchtig, aromatisch und leicht scharf, dabei aber nicht „brennend“. Er verbindet den scharfen und reifen Geschmack des schwarzen Kampot-Pfeffers mit einer zarten süßlichen Würze. So verfeinert er jedes Gericht. Besonders gut passt der Pfeffer zu Wild, Schwein und Fisch. Aber auch Desserts lassen sich wunderbar mit rotem Kampot Pfeffer verfeinern.

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