Nervengewürz nach Hildegard von Bingen

Nervengewürz

Hildegard von Bingen (1098 – 1179) ist weltweit für Ihren Einsatz von Kräutern und Gewürzen zu heilkundlichen Zwecken bekannt. Heute möchte ich Euch ihr Nervengewürz nach Hildegard von Bingen vorstellen.

Gerade in der heutigen Zeit werden ja nervenstärkende Mittel immer gefragter und das Nervengewürz bietet eine gute Alternative zu den „chemischen“ Mitteln. Nicht umsonst ist es seit Jahrhunderten beliebt und bewährt. Und die Zutaten findet man auf Anhieb in jeder gut sortierten Küche. Die Herstellung ist somit richtig einfach.

Manchmal findet man Hildegards Nervengewürz auch unter dem Namen Intelligenzgewürz. Die Mischung aus Muskatnuss, Ceylon-Zimt und Gewürznelke stabilisiert nach ganzheitlicher Sicht unser Nervensystem. Es eignet sich sich aber auch ausgezeichnet zur qualitativen Verbesserung der Verdauungsvorgänge. „Eine Prise des Nervengewürzes auf Brot oder im Essen schmeckt angenehm und unterstützt Magen, Darm und Geist.“
Und als Nervenkekse sind ist das Gewürz auch einfach zu sich zu nehmen. Nicht umsonst sagte schon Hildegard „Die Kekse schaffen einen fröhlichen Sinn, frohen Mut, ein glückliches Herz und stärken die Nerven. Sie dämpfen alle Trübsal des Herzens und des Geistes und mindern die schädlichen Stoffe im Menschen.“

Zubereitung

Da ich mehrfach gefragt wurde, wie sich denn das Gewürz zusammensetzt, habe ich hier mich mal etwas schlau gemacht. Leider gibt es zu dem Mischverhältnis der Zutaten unterschiedliche Angaben. In den meisten Rezepten wird das Gewürz aus Muskat, Zimt und Nelkenpulver im Verhältnis 2:2:1 gemischt. Das heißt für 100g Nervengewürz benötigt Ihr 40g Muskat, 40g Zimt und 20g Nelken. Es gibt aber auch Rezepte mit den Mischverhältnissen 2:1:1 und auch 1:1:1.

Verwendung

Zur Herstellung von „Hildegards Nervenkeksen“ wird die Gewürzmischung traditionell mit 300 g Dinkelmehl, 125 g Butter und falls gewünscht mit einem Ei verknetet. Die Kekse können außerdem mit etwas Honig gesüßt werden. Nun kleine Kekse formen oder ausstechen und diese bei ca 180°C etwa 10 Minuten backen.

Bei psychischer Belastung sollten die Kekse dann über den Tag verteilt gegessen werden. Dabei die Kekse immer langsam und fein zerkauen.

ACHTUNG: Durch den relativ hohen Gehalt an Muskatnuss sollten Kinder maximal drei Kekse und Erwachsene maximal sechs Kekse pro Tag zu sich nehmen!

Aber nicht nur in Form der Kekse kann das Gewürz zu sich genommen werden – auch auf ein Butter- oder Frischkäsebrot gestreut schmeckt es sehr lecker.


 

Ebenfalls auf der Speisekarte...

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