Paradieskörner

Paradieskörner
Die Paradieskörner haben ihren Ursprung in der afrikanische Küche. Benannt wurden sie angeblich nach den Düften des Paradieses. Bekannt sind sie auch als Meleguetta-, Aschanti-, Malagetta- oder Guineapfeffer. Die Aframomum melegueta Pflanze, aus der die Paradieskörner gewonnen werden, gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist in Westafrika  (daher der Name „Pfefferküste“) beheimatet. Inzwischen sind sie aber auch in vielen anderen Teilen Afrikas zu finden.

Im Geschmack sind Paradies-Körner leicht scharf und warm mit fruchtig-herben Nachgeschmack. Sie schmecken sowohl nach Pfeffer, als auch nach Kardamom mit einem Hauch von Ingwer und Zimt.  Guineapfeffer ähnelt zwar dem schwarzen Pfeffer, hat aber nicht die intensive Schärfe. Dies macht ihn zu einem leichten aber feinen Würzmittel.

Paradieskörner passen gut zu Fleisch (besonders Lamm), Fisch, Kürbis, Kartoffeln und Gemüsesorten wie Auberginen. Auch Wurzelgemüse wie Maniok und Yams lassen sich gut damit würzen. In der nordafrikanischen Küche werden die Körner gerne zum Würzen von Schmor-Gerichten und Eintöpfen verwendet.

Paradieskörner - alle Infos
Bereits im 5. Jahrhundert gelangten Paradieskörner über den Landweg nach Nordafrika und von dort nach Europa, wo sie wegen ihres geringeren Preises als Pfeffer-Ersatz sehr beliebt waren. Erst mit der Entdeckung neuer Seewege und der damit verbundenen leichteren Beschaffung von „richtigem Pfeffer“ verloren sie wieder an Bedeutung.

Heute werden Paradieskörner in den europäischen Küchen kaum noch verwendet. Erst seit einigen Jahren entdecken mehr und mehr Köche das außergewöhnliche Aroma der kleinen Körner wieder. Zu finden sind sie hauptsächlich in alten Rezepten zum Beispiel für Lebkuchen, Wurst, Bier und Magenbitter. Auch in Gin (z.B. der Marke Bombay Sapphire) finden sie heute noch Einsatz. Vor allem in den nordafrikanischen Staaten wie Marokko, Tunesien und Algerien erfreuen sie die Paradieskörner aber bis heute ungebrochener Beliebtheit. Zum Beispiel sind sie ein fester Bestandteil der bekannten Gewürzmischung „Ras el Hanout“

Paradieskoerner
Gesundheitlich gesehen werden die kleinen Körner hauptsächlich in der westafrikanischen Kräutermedizin als wärmendes Mittel gekaut. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken antimikrobiell, entzündungshemmend, antibakteriell und fördern die Verdauung. Werden die gemahlenen Paradieskörner mitgekocht, so ist die Schärfe milder als die von schwarzem Pfeffer. Roh hingegen besitzen sie eine starke, beißende Schärfe, die jedoch nicht so lange anhält wie bei echtem Pfeffer.

Der Guineapfeffer sollte kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden.  Am besten ist es die Paradieskörner als ganze Körner zu kaufen und erst bei Bedarf zu mahlen. Auf diese Weise hält sich der Geschmack am längsten. Zusätzlich kann man sie kurz vor der Verwendung anrösten, um das Aroma noch einmal zu verstärken.

Paradieskörner lassen sich gut mit anderen Gewürzen kombinieren. Der Klassiker ist die Mischung mit echtem Pfeffer wie Andaliman-Pfeffer, langer Pfeffer, Kubeben-Pfeffer oder Voatsiperify. Für Süßspeisen verspricht eine Kombination aus Paradieskörnern und rosa Pfefferbeeren eine echte Geschmacks-Überraschung.


Und hier findet Ihr alle meine Rezepte mit Paradieskörnern:

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Feurig scharfe Spare-Ribs mit Chimichurri
Jamaikanische Spare-Ribs mit Mango
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Quitten mit Johannisbeer-Essig und Kalbsschnitzel
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