The KetoDiet Cookbook – Buchrezension

The KetoDiet Cookbook

Wenn mir die letzten Jahre, in dem ich mich jetzt mit Low Carb beschäftige, etwas gezeigt haben, dann, dass das Thema im englisch-sprachigen Raum schon sehr viel weiter verbreitet ist als hier im deutsch-sprachigen. Während man hier noch belächelt wird und Low Carb nicht mehr als eine Diät-Variante zu sein scheint, hat es sich in England und den USA bereits zu einem Lifestyle entwickelt, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Wohl auch deshalb gibt es nicht nur unendlich viele tolle englische Blogs zu diesem Thema, sondern auch sehr viel tollere Kochbücher. Eines davon möchte ich Euch heute vorstellen: The KetoDiet Cookbook.

Der Unterschied? Nun ja, während deutsche Bücher hauptsächlich von Ernährungsberatern und als Gesundheitsbücher geschrieben werden, ist dieses Buch direkt von jemandem, der seit Jahren Low Carb und Ketogen lebt. Für den es wirklich ein Lebensstil ist und der sich selbst über Jahre davon überzeugt hat, wie gut es dem Körper tut. Die Autorin Martina Slajerova lebt in London und seit 2012 Low Carb / Ketogen. Sie hat so diverse Krankheiten bekämpft und ist auf diese Weise absolut überzeugt von dem Konzept. Auf Ihrem Blog KetoDietApp schreibt sie schon seit Jahren tolle Rezepte und das merkt man dem Buch auch an.

Auch in ihrem Buch schreibt Martina erst einmal einige allgemeine Informationen zum Thema „Ketogen leben“. Zuerst einige allgemeine Information, aber dann geht sie auch schnell zu Tipps für einen besseren Lebensstil über. Auch diese spiegeln Ihre Erfahrungen wieder  – wie zum Beispiel der Hinweis einem Label „Low Carb“ auf Verpackungen nicht sofort Glauben zu schenken, sondern lieber einen Blick auf die Inhaltsstoffe und Nährstoffwerte zu werfen. Auch Hinweise wie „Trinkt mehr Wasser“ oder „Vermeidet verarbeitete Lebensmittel“ sind hilfreich für alle, die Ihre Lebensweise wirklich nachhaltig ändern möchten. Außerdem gibt es eine Übersicht, zu welchen Lebensmitteln man problemlos greifen, welche man nur in Maßen genießen und auf welche man besser verzichten sollte. Der Leser erhält so gleich einen kleinen Überblick und eine Orientierung.

Dann geht es auch schon los mit Rezepten. Zu diesen muss ich sagen, dass es manche Zutaten hier in Deutschland teilweise so nicht gibt. Aber ich kann auch aus der Erfahrung sprechen, wenn ich sage, es gibt für alles eine verfügbare Alternative. Da Martina viel Wert auf natürliche Lebensmittel legt, kommt das aber wirklich nur selten vor. Außerdem gibt es zu den meisten Rezepte auch noch einen Tipp, wie man das Rezept zum Beispiel abwandeln kann.

Den Anfang bei den Rezepten machen Basics. Hier finden sich Rezepte für Brot, Crepes, Tortillas aber auch für selbstgemachte Mayonnaise, Ketchup, Senf und diverse Saucen. Selbst selbstgemachte Marmelade und Nuss-Nougat-Creme sind zu finden.

Weiter geht es mit Frühstücksrezepten. Eierspeisen, Würsten, Speck und Co. finden sich hier in Hülle und Fülle und lassen keine Wünsche offen. Oder wie wäre es mal mit Steckrüben-Küchlein, Spinat-Feta-Crepes oder einem Kürbis-Tassenkuchen zum Frühstück? Ob herzhaft oder süß – hier wird jeder fündig. Und dabei ist kein Rezept über 10g KH.

Auch die nächste Kategorie Snacks hat mich überzeugt. Denn auch hier ist von süß bis herzhaft, von leicht bis aufwändig etwas dabei. Von Kokosnuss-Chips über Deviled Eggs bis hin zu Pesto Crackern.

Als nächstes kommen Rezepte für ein leckeres Mittagessen. Kleinigkeiten, die man gut vorbereiten kann und die einem die Mittagspause versüßen. Dabei werden viele der Basics verwendet und dann weiter belegt. Aber man bekommt auch weitere Grundrezepte wie die zum Beispiel ein schnelles Sandwich. Auch Rezepte für gesunde selbstgemachte „Fittness-Riegel“ gibt es zu finden, die man dann zum Beispiel zu einem leckeren Salat genießen kann.

Wer lieber auf Suppen steht, der kommt in der nächsten Kategorie voll auf seine Kosten. Vom grünen Gazpacho über Minestrone bis hin zur Blumenkohl-Suppe mit Chorizo ist alles dabei. In der gleichen Kategorie finden sich dann auch noch jede Menge tolle Salate, die nur dazu einladen, nachgemacht zu werden. Mit interessanten Geschmackskombinationen, die immer wieder überraschen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Hähnchen-Salat in der Avocado serviert?

Danach geht es weiter mit den Hauptgerichten, die mit BBQ-Hähnchen, Truthahn-Patties, Thunfisch-„Pasta“ und selbstgemachten Fischstäbchen aufwartet. Oder wie wäre es mit dem ultimativen „Guacborger“, dem perfekten Pulled Pork oder einem Low-Carb-Shepherds Pie? Es gibt keine Fleischsorte, für die sich nicht ein leckeres Rezept findet.

Und was es dazu gibt, findet ihr in der nächsten Kategorie, den Beilage. Gekocht, gegrillt, frittiert oder als Brei. Hier wird Gemüse in alle Variationen verarbeitet und zu einer leckeren Beilage gemacht. Da läuft einem nur noch das Wasser im Mund zusammen.

Die letzte Kategorie verbirgt sozusagen die Königsdisziplin der ketogenen Küche: Drinks und Desserts. Und auch hier findet sich kein einziges Rezept mit über 10g KH. Stattdessen leckere heiße Schokolade, Eierpunsch und die leckersten Fettbomben. Dazu Creme Brulee, Eiscreme, Cookies und Schokoladen-Muffins. Bei diesen Rezepten kommen alles Süßmäuler auf ihren ketogenen Genuss ohne Reue.

Alles in allem ist The KetoDiet Cookbook ein wunderbares Kochbuch, das keine Wünsche übrig lässt. Alle Mengenangaben gibt es neben Cups und Ounce auch in Gramm, so dass man sich keine Sorgen machen muss. Jeder, der ein bisschen mit der englischen Sprache klar kommt, sollte die Rezepte aus diesem Buch problemlos nachkochen können.

Bleibt zu hoffen, dass sich bald auf dem deutschen Kochbuch-Markt auch mal etwas tut und Low Carb /Keto aus seiner Ecker heraus geholt wird.


Ebenfalls auf der Speisekarte...

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