Time to say goodbye – das letzte Foodblogger-Camp in Reutlingen

Foto-Session
Ich bin ja ein echter Fan des Foodblogger-Camp in Reutlingen. Bereits beim ersten Mal 2014 war ich mit dabei und total begeistert. Und so war ich total glücklich, als ich auch bei der zweiten Auflage 2015 ein Ticket ergattern konnte. 2016 hatte ich dann leider kein Glück und das Foodblogger-Camp fand ohne mich statt. Und im Februar diesen Jahres war ich genau zu der Zeit mal wieder in New York unterwegs.

Umso glücklicher war ich, als ich für den Termin im Juli wieder ein Ticket bekam. Zur Freude mischte sich aber kurz darauf auch etwas Trauer, als ich eine Mail der Veranstalter des Foodblogger-Camp erhielt, dass Reutlingen das letzte in dieser Art wäre. Ich persönlich fand das sehr schade, aber ich konnte es auch verstehen. Es steckt doch jede Menge Arbeit in der Organisation.

Und so machte ich mich am zweiten Juli-Wochenende auf den Weg nach Reutlingen. Da es für mich gleich danach weiter Belgien ging, erfolgte die Anreise diesmal nicht gemütlich mit dem Auto, sondern mit dem Zug. Nun ja, was auch gleich in die Hose ging, denn ab Metzingen (eine Haltstelle vor Reutlingen) war die Zugstrecke gesperrt und wir mussten mehrere Stunden ausharren, bis es endlich das letzte Stück weiter ging. Und so verpasste ich leider auch gleich mal das Vorabend-Event.

Das Leben schmeckt gut

Aber davon wollte ich mir das Wochenende nicht vermiesen lassen und so machte ich mich am Samstag Morgen auf den Weg ins Cooking Concept. Eine wundervolle Location, wie ich finde. Nach und nach trudelten auch die restlichen 50 Teilnehmer ein und gemeinsam wurde erst einmal gefrühstückt. Und bei diesem Frühstück blieben wirklich keine Wünsche offen.

Dann ging es zum offiziellen Teil über, der mit einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde startete. Und auch in diesem Jahr was das Camp als Barcamp gestaltet – sprich, jeder der mag darf ein Thema vorschlagen und wenn sich jemand dafür interessiert, dann findet dieses Thema in einer Session statt. Und es gab natürlich jede Menge Vorschläge, die alle auch begeistert unterstützt wurden. Und so war nach kurzer Zeit die Planungstafel ziemlich voll gepackt.

Die Tafel Tag 1

Ich für meinen Teil habe eher die „theoretischen“ Sessions bevorzugt, in denen es etwas zu diskutieren, anzuschauen oder zu probieren gab. Die praktischen Sachen habe ich eher gemieden. Ich brauche einfach meine Ruhe, wenn ich Koche. Das ist für mich wie meditieren. Wenn da zig Leute um mich rum wuseln, dann kriege ich nen Knall.  Aber ich kann mich nicht beschweren, mein Terminplan war voll und so hatte ich am Abend nicht nur einiges über Redaktionspläne erfahren, mich Dank Melanie von Bento Helke über Wildkräuter ausgetauscht und Melonen-Frosé von Barefoot-Wein probiert, sondern auch bei Werner von Werner kocht Wild gelernt, wie man eine Rehkeule ausbeint und von Tilo von Allerbester Kram was für Zutaten in eine Leberwurst kommen. Und natürlich gab es jede Menge an Essen. Wen wundert es bei einem Foodbloggercamp. Die leckersten Sachen gab es da. Und das absolute Highlight des Abends war ein Wild-BBQ. Sowas von lecker. Und so klang der Abend ganz gemütlich aus.

Mein Mittagessen

Auch der Sonntag Morgen begann mit einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück und natürlich gab es auch diesmal wieder jede Menge zu bequatschen. Danach folgte erneut die Planung der Sessions und auch diesmal war die Planungstafel wieder gut befüllt. Für mich begann der Tag mit einem Bier-Tasting. Oder sollte ich eher sagen, mit einem Bierglas-Tasting? Denn Spiegelau stellte uns verschiedene Biergläser vor, aus denen wir verschiedene Biersorten probieren durften. Und wer mir jetzt sagt, Bierglas ist Bierglas, dem muss ich leider sagen: Das stimmt nicht! Ich hätte es selbst vorher nicht geglaubt, aber ein Bier schmeckt aus unterschiedlichen Gläsern total unterschiedlich. Am Extremsten war es bei dem Stout. Aus dem normalen Standardglas hätte ich dieses Bier wirklich nicht getrunken, aus dem Stoutglas war es total lecker. Eine krasse Erkenntnis. Wer also mal die Möglichkeit hat, solche Gläser einmal aus zu probieren, der sollte es unbedingt auf einen Selbstversuch ankommen lassen.

Auf das Glas kommt es an

Leicht beschwipst ging es dann auch gleich weiter mit leckeren Cocktails mit Barefoot Weinen. Zu diesem Zweck war extra ein Barkeeper der Schwarz Weiß Bar in Stuttgart angereist. Eine echte Versuchung. Und zur Stärkung gab es dazu noch absolut leckeren Schicken vom FrischeParadies. So lies es sich aushalten.

Den Rest des Tages füllte ich dann noch mit theoretischen Sessions zum Thema Storytelling und einer sehr interessanten Diskussion zur Monetarisierung mit Hilfe des Blogs. Das war wirklich alles sehr spannend und ich fand es toll, dass alle so ehrlich waren und auch mal Fakten auf den Tisch gebracht haben.

Bessere Blogtexte

Da ich meinen Flug nach Brüssel erreihen musste, hieß es dann aber auch schon Abschied nehmen. Leider noch vor Ende der Veranstaltung, was ich sehr schade fand. Ein ganz großes Dankeschön geht an dieser Stelle auch nochmal an Ines von der Münchner Küche, die so lieb war, mir mein Goodie-Bag nach zu senden. So musste ich es nicht die ganze Woche mit mir rum schleppen.

Alles in allem war es wieder einmal ein wundervolles Wochenende. Es war toll, alte Bekannte mal wieder zu sehen und wunderbar, so viele neue nette Menschen kennen zu lernen. Ich habe mich einfach rundum wohl gefühlt. Und etwas beruhigendes zum Schluss, denn das Foodblogger-Camp muss hoffentlich nun doch nicht sterben. Es wird an einem neuen Konzept gearbeitet und ich bin sehr gespannt und hoffe, irgendwann einmal wieder dabei zu sein.

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Zusammen kochen We drink Craft Wassermelonen-Frose
Warum habe ich bloss eine Allergie Vorbereitungen für das Mittagessen Spiegelau Gläser
Werner kocht wild Spigelau Iss mich
So kommt die Leber in die Wurst Die Bacon Jam kocht vor sich hin Burrata
Der Versuch der Foodblogger Markus in seinem Element So muss ein Teller aussehen
BBQ Barefoot Wein Bacon Jam
Die Teile der Rehkeule Eine Rehkeule wird zerlegt Einstöck
Es wird asaiatisch Fleischklöschen mal anders Frische Minze
Gemeinsames Kochen Imperial Seafood
Salzbraten Parmaschiken am Stück Parmaschinken aufgeschnitten
Craftbeer-Testing Leber zuschneiden Ran an den Fleischwolf

An dieser Stelle vielen Dank an die Sponsoren, die dieses Wochenende zu etwas besonderem gemacht haben:

Ulmer VerlagSpiegelauBarefoot WeinFrischeParadiesLebensbaum – Kommunikation.pur – Plose

Und natürlich an Jan und Annalena für die tolle Organisation und an Markus für die beste Location aller Zeiten. Vielen Dank für die wunderbare Zeit!

Jan und Annalena

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Ebenfalls auf der Speisekarte...

2 comments

    1. Hallo lieber Fred,

      es freut mich, dass Dir mein Bericht gefällt. Ja, es war ein echt toller Event und ich schwelge auch immer wieder gerne in Erinnerungen.

      Liebe Grüße
      Kathleen

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